Die Leuchttürme des TC Hausen entpuppen sich immer mehr als Säuliämtler Mini-Version des FC Thun. Neu in die 2. Liga aufgestiegen, das Ziel Ligaerhalt vor Augen, wetterbedingt noch kein Teamtraining absolviert und jetzt schon nach zwei IC-Runden mit einem Bein in den Aufstiegsspielen: eine ganze Region staunt über die Leistungen der Eggmann-Truppe. Auch gegen Gruppenfavorit Adliswil überzeugten die Oberämtler mit einer geschlossenen Teamleistung. Sie mussten sich ganz knapp mit 3:4 geschlagen geben und belegen Rang 2 (berechtigt zur Teilnahme an den Aufstiegsspielen) in der Tabelle. Man munkelt, dass sich Captain Bruno Eggmann bereits beim SRF nach dem Datum der Wahl zum Sportler, Trainer und Team des Jahres erkundigt hat, wo er als erste Schweizer Person auf eine Nomination in allen drei Kategorien hofft.
In der dritten und letzten Runde treffen die Leuchttürme auf Engstringen, das aktuell an letzter Stelle liegt. Der «FC Thun des Säuliamtes» tut jedoch gut daran, den Gegner nicht zu unterschätzen, denn es wäre schade, die vielversprechende Ausgangslage noch auf’s Spiel zu setzen.
Spielberichte:
Bruno Eggmann (2:6 2:6): hat sich in Abwesenheit der rankingmässigen Teamnummer 1 geopfert, zuvorderst zu spielen. Das Resultat gegen den besser klassierten Gegner überrascht daher nicht
Alex Fuchs (4:6 5:7): starker Auftritt des TCH-Vielspielers. Leider hat das Benzin nicht ganz zum Sieg gereicht
Philippe Christen (3:6 6:4 6:2): ob es in der Schweiz je einen Spieler gab, der länger im IC ungeschlagen war als Philippe, ist aktuell bei Historikern in Abklärung
Roland Gilles (3:6 1:6): gut gekämpft, wieder verloren. Aber sein Optimismus lässt darauf deuten, dass der erste Saisonsieg sehr nahe ist
Reto Fust (6:0 4:6 6:4): Ein heroisches Comeback des Innerschweizer Erdbeer-Barons. Trotzdem überrascht das Resultat nicht so sehr, hat er sich doch im Vorbereitungsweekend in Reutte mit unerwarteten, auf teils zweifelhafte Weise errungenen Padel-Erfolgen viel Selbstvertrauen geholt
Fabrizio Camardella/Alex Fuchs (1:6 1:6) : sie haben alles gegeben, toll gekämpft aber leider hat es nicht zu mehr als zwei Games gereicht
Roland Gilles/Reto Fust (2:6 6:4 10:8): auch hier gilt: Trainingslager sei Dank, denn die Schinderei beim frühmorgendlichen Mobilisationstraining hat Wirkung gezeigt
Chasper Weidli
